Seit ungefähr 1723 existierte in Sembten eine Schmiede, sie gehörte zum Rittergut. Im Jahre 1765 verkaufte der damalige Rittmeister von Rabenau die Schmiede mit Wohnhaus und Garten an den Schmiedemeister Friedrich Dreher für ganze 30 Taler. Der Schmiedemeister war fleißig und verdiente gutes Geld, welches er für den Erhalt der Schmiede einsetzte. Es ist nicht bekannt, wann die Schmiede wieder zum Gut zurück geführt wurde. Sicher ist aber, das Sie bis zur Schließung in den 90iger Jahren weiter betrieben wurde.

 

Die „Gründungsurkunde“ des Sembtener Erbkruges vom 10. März 1791 liegt vor. Danach erhält der Untertan Johann Martin Krüger unter bestimmten Bedingungen die Schankerlaubnis in Sembten. Der Erbkrug liegt am Eingang des Dorfes und ist heute die als IKS bekannte Begegnungsstätte von Sembten.

Nach Forschungen von Herrn Schatte könnte bereits um 1565 in Sembten ein Schankgut bestanden haben. Naja – die Bewohner von Tzemtin hatten damals schon Durst auf einen Krug Bier oder ähnlichem.

Nachgewiesen ist, dass nach den Krügers die Familie Dammaschke seit mindestens 1893 im Besitz einer Erlaubnis für Schank- und Gastwirtschaft war.

Die Gaststätte hatte einen Tanzsaal mit Bühne und einen Kaffeegarten mit Freitanzfläche, wo u.a. zahlreiche Kinderfeste stattfanden. Es war ein schönes Ausflugslokal für die Bürger aus Guben und der Umgebung.

1959 kam die Konsumgenossenschaft. Viele Pächter waren fortan in Sembten tätig, z.B. die Fam. Krüger aus Groß Breesen, Vera Heider aus Guben, Ingrid Pusch und Edith Albinus aus Sembten oder Anni Rosendahl, an die sich bestimmt noch viele erinnern können.

Die Konsumgaststätte wurde zum Anziehungspunkt für die Jugend aus dem gesamten Kreis und darüber hinaus.

1990 gab der Konsum auf, danach stand das Objekt leer und war dem Verfall ausgesetzt.

Nach vielem her und hin, konnten Fördermittel aufgetrieben werden und in 2003 der Umbau zur IKS eingeleitet werden. Die Neueröffnung war am 30.April 2004.

 

Nicht zu vergessen ist, dass Sembten seit ca. 1871 eine zweite Schänke hatte. Sie befand sich in der heutigen Schulstraße. Der Besitzer war damals Johann Christian König. Die Besitzer oder Pächter wechselten danach häufig, bis von 1947 an Helene und Kurt Schulz die Gaststätte übernahmen. In den Fünfziger Jahren spielte hier eine dorfeigene Kapelle auf, auch Kino und Betriebsfeiern fanden statt. In der Gaststube konnte man Billard und Skat spielen.